Family Skifahren auf dem Dach Tirols

Geheimtipp gefällig? Als begeisterte Wintersportler ist unser Sättigungsgrad in diesem Winter noch immer nicht erreicht. Und so sind wir immer wieder auf der Suche nach familienfreundlichen Skigebieten, in denen man auch für ein (verlängertes) Wochenende eine Unterkunft bekommt. Fündig wurden wir dieses Mal in St. Leonhard im österreichischen Pitztal. Wir ergattern ein Zimmer in einer kleinen Frühstückspension, packen Skiausrüstung und Schlitten ein und los geht es. Im Gegensatz zu seinen berühmten Nachbarn Ötztal und Serfaus-Fiss-Ladis ist das vom Inntal ausgehende Pitztal eher unbekannt; obwohl es von München aus in ca. 170 km gut erreichbar ist.

Beschaulich und bodenständig wirken die einzelnen Orte und Weiler, die sich entlang dem rund 40 km langen Seitental präsentieren. Das schmale Tal – Heimat des Skiprofis Benni Raich – ist umgeben von massiven Felswänden und zahlreichen, teils gefrorenen Wasserfällen.

Moderne Lounges, coole Apres Ski Parties mit bekannten DJs, moderne 5 Sterne Tempel und durchgängige 8er Sessellifte mit Popo-Heizung sucht man hier vergeblich. Dafür trifft man auf authentische Gastfreundlichkeit, familiengeführte Gaststuben mit bodenständiger Tiroler Küche.

In dem Tal gibt es drei kleinere Skigebiete. Neben dem Hochzeiger im unteren Talsektor bieten sich am Ende des Tals die schneesicheren Skigebiete Rifflsee (bis 2.880 m) und der Pitztaler Gletscher (3.440 m). Beide sind mit einem Skipass zu erkunden und bieten rund 40 Pistenkilometer. Mit der Bambinikarte fahren Kinder unter 10 Jahren kostenfrei.

In 8 Minuten To The Top

Uns zieht´s gleich ganz nach oben. Mit der Pitztaler Gletscherbahn geht’s in schnellen 8 Minuten von der Talstation hinauf auf 3.440 m. Neben einer gigantischen Aussicht erstrecken sich einfache bis mittelschwere Pistenkilometer. Für Kinder und Anfänger sind die Pisten bestens geeignet. Und bei entsprechenden Schnee- und Witterungsbedingungen kommen auch Ski- und Snowboard Profis auf Tiefschneehängen und Half Pipes auf ihre Kosten. Für Langläufer gibt es ein Langlaufzentrum, eine 7 km lange Höhenloipe und auch Free Touring Geher und Eiskletterer finden hier passendes Terrain.

Sachertorte auf 3.440 m Höhe

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Wenn sich die Oberschenkel langsam melden und der Körper nach Zucker durstet, bietet sich eine Fahrt auf die Bergstation der Wildspitzbahn und ein Besuch im Café 3.440 an. Naschkatzen kommen hier oben auf ihre Kosten. Vor Ort werden Kuchen und Torten gebacken. Zugegeben ist ein Stück Wiener Sachertorte für fünf Euro kein Schnäppchen aber sie scheint ihren Preis wert zu sein.  Im Preis inkludiert ist der sagenhafte Blick von der freischwebenden Terrasse – bei guter Sicht auf eine beeindruckende Berglandschaft mit rund 50 Gipfel über 3.000 m.

Habt ihr das gewusst?

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Auf dem Pitztaler Gletscher wurde auf 2.850 m die höchstgelegene Photovoltaikanlage Europas gebaut.
Der Pitztaler Gletscher liegt auf 3.440 m und ist damit der höchste in Tirol – also höher als der Hintertuxer (3.250 m) und Stubaier Gletscher (3.210 m).
Das Pitztal zählt 81 Lawinenstriche (!) und ist damit Spitzenreiter in ganz Österreich. Die Erklärung liegt in der Enge des Tals und den steilen Berghängen.

Weitere Tipps:

  • Hotel Wildspitze (Mandarfen), ansprechender Wellnessbereich und gutes kulinarisches Angebot, gemütliches Ambiente und optimale Ausgangslage.
  • Hotel und Restaurant Alpenhof (Enger), leckere Tiroler Küche, gutes Preis-Leistungsverhältnis, freundlicher Service.
  • Restaurant Bergwerk (Plangeross), rustikale Kneipe/Restaurant mit Apres Ski Musik und lockerer Atmosphäre. Die Ausstattung gleicht einem Bergwerk und ist eine Hommage an den ehemaligen Bergwerkarbeiter und geliebten Großvater.
  • Beim heimischen Bäcker Schranz (St. Leonhard) haben uns vor allem die Vollkornsemmeln sehr gut geschmeckt. Wenn gerade keiner im Laden steht, einfach läuten…
  • Schlittenfahrt: Wir starten an der Talstation Rifflsee (Mandarfen) und wandern 1,5 km gemütlich hinauf zur Pitztaler Alm Hütte. Mit oder ohne Stärkung winkt dann eine lustige Schlittenfahrt hinab ins Tal.

One Reply to “Family Skifahren auf dem Dach Tirols”

  1. Christina Weiland sagt: Antworten

    Das klingt genial! Habe mir schon die Unterkünfte angesehen und beschlossen, das wäre etwas für die Skisaison 2016/2017. Danke für die Tipps!!

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